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Aktuelle Informationen:

Umsatzeinbußen und drohende Bußgelder bei fehlender Datenverschlüsselung (Shop / Kontaktformular)
Umstellungsfrist der EU-Datenschutz-Grundverordnung hilft nicht –  Abmahnungen und Bußgelder drohen schon jetzt

Im Jahr 2016 habeDesigned by Eurowebn die EU-Gremien die Datenschutz-Grundverordnung erlassen. Insbesondere sollen damit die Möglichkeiten von Nutzern gestärkt werden, die Löschung gespeicherter Daten durchzusetzen.

Die Verpflichtung, für eine gesicherte Datenübertragung zu sorgen, sie also insbesondere gegen den Zugriff Dritter abzusichern, gilt dagegen schon seit Jahren. Dennoch haben wir bei Stichproben bei Unternehmen, die ihre Internetangebote fortlaufend von Systemanbietern betreuen lassen massive Defizite ergeben. Geprüft haben wir die Programmierungen der Anbieter Euroweb-Gruppe, RankNet und Bitskin, die eigentlich über sog. Internet-System-Verträge an sich einen fortlaufenden Service anbieten. Etliche Kontaktformulare und sogar Webshops dieser Anbieter, die sich auch regelmäßig vertraglich zur Datenadministration verpflichten, übertragen Namen und Adressdaten, sogar Zahlungsdaten in den Shops wie die abgebildeten Beispiele dennoch nach wie vor ohne https-Verschlüsselungszertifikat. Ohne Verschlüsselung können sensible Daten „gestohlen“ und missbraucht werden. Im Fall von Bitskin war sogar ein bekanntes Berliner Krankenhaus unter den Betroffenen, das zur Übermittlung Gesundheitsdaten in Kombination mit dem Geburtsdatum aufforderte!Beispiel RankNet München

Dabei schreibt § 13 Abs. 7 des deutschen Telemediengesetzes schon seit Juli 2015 vor, dass alle Diensteanbieter durch technische und organisatorische Vorkehrungen sicherzustellen haben, dass Nutzer Telemedien gegen Kenntnisnahme Dritter geschützt in Anspruch nehmen können. Dies ist ohne Verschlüsselung nicht hinreichend der Fall.  Verstöße können mit Bußgeldern bis zu 50.000 € geahndet werden (§ 16 TMG). Es gelten zudem für bestimmte Berufsgruppen wie Ärzte, die besonders sensible Daten einholen und verarbeiten, auch standesrechtliche Vorgaben.

Es ist daher allerhöchste Zeit, die Vorgaben unverzüglich umzusetzen. Insbesondere muss die genutzte Domain über eine gesicherte Verbindung mittels eine Verschlüsselungszertifikats (https) erreichbar sein. Das Bayerische Landesamt prüft schon jetzt Webseiten und hat schon jetzt auf der bestehenden Rechtslage Bußgelder angekündigt. Hier der Link zur Pressemitteilung des Landesamts. 

Auch sSymbol sichere https / unsichere http Verbindung chon jetzt: Nachteile bei Suchmaschinen und damit Umsatzeinbußen möglich

Viele Browser warnen bei dem Aufruf von Seiten ohne verschlüsselte Übertragung sogar vor einem Aufruf der Seiten. Zumindest wird neben der Adresse ein Warnsymbol mit abrufbarem Hinweistext eingeblendet. Es sollen sich nach Expertenmeinung zudem auch erhebliche Nachteile bei  der Auffindbarkeit der Inhalte gegenüber verschlüsselten Seiten ergeben.

Wenn Sie betroffen sind, informieren wir Sie auf Anfrage gerne zu möglichen Sofortmaßnahmen. Diese sind in der Regel ohne höhere Kosten und schnell zu realisieren.

mehr zum Thema

 


Bitskin GmbH Berlin (endgültig) insolvent  – Gesellschaft aufgelöst

Kunden können damit nicht mehr schuldbefreiend an die GmbH leisten. Die Verträge können beide Seiten außerordentlich kündigen, wenn sie durch die Auflösung der Gesellschaft nicht ohnehin unwirksam sind. 

Das Insolvenzgericht –  Amtsgericht Charlottenburg hatte dem Geschäftsführer Karsten Spieß am 20.10.2017 bereits Verfügungen über das Vermögen der GmbH ohne Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters verboten. Zudem wurde untersagt „über Bankkonten und über Außenstände der Schuldnerin ganz oder teilweise zur verfügen“. Grund war nach der Bekanntmachung des Gerichts die „Verhinderung nachteiliger Veränderungen in der Vermögenslage der Schuldnerin bis zur Entscheidung über den Antrag“ (Insolvenzantrag).

Das Insolvenzverfahren wurde am 01.01.2018 gemäß offizieller Bekanntgabe des Gerichts eröffnet und die Gesellschaft durch Eintrag in das Handelsregister aufgelöst. 

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Oberlandesgericht Koblenz am 21.12.2017:

MMV Leasing gibt nach Berufung auf
– 200 weitere Fälle RankNet-„Leasing“

In der mündlichen Verhandlung hat das OLG Koblenz die Aufhebung eines Urteils des Landgerichts Koblenz angekündigt. Es hatte eine Kundin der RankNet zur Zahlung von knapp 16.000 € Schadensersatz nach Kündigung eines angeblichen Leasingvertrags verurteilt. Der Senat des OLG kündigte jetzt genau entgegengesetzt die vollständige Abweisung der Klage der MMV-Leasing an. Zur Begründung führte der Senat entsprechend unserer Argumentation in der Berufung aus, dass kein wirksamer Leasingvertrag zustande gekommen war.

Die MMV-Leasing, die über ihre Alleingesellschafterin MKB Bank zum Konzern der Baden-Württembergischen Landesbank gehört, gab die Klage daraufhin nach dringendem Anraten des Gerichts noch in der mündlichen Verhandlung auf. Die RankNet-MMV Leasingkonstruktion mit der Wirkung einer erheblichen Behinderung des Kündigungsrechts bei Internet-System-Verträgen dürfte damit erledigt sein.
Nach Angaben der Leasinggesellschaft gibt es mehr als 200 Betroffene. Sie könnten damit von weiteren Zahlungspflichten an die MMV frei geworden sein. Dies versuchte wohl die RankNet noch durch eine Beteiligung am Prozess als Streithelferin ihrer Geschäftspartnerin zu verhindern.

Unseriöses Gebaren und fehlende Kompetenz zum Konfliktmanagement. 

Sehr unpassend zur vorgeblichen Firmenphilosophie der MMV-Leasing  als vorgeblicher, „jederzeitige“ Partner der Kunden und dem Anspruch der MKB-Bank Koblenz, „Traditioneller Partner des Mittelstandes“ zu sein, hatte die MMV-Leasing noch aus dem nicht-rechtskräftigen Urteil des Landgerichts die Zwangsvollstreckung gegen unsere Mandantin eingeleitet. Mit diesem aggressiven Vorgehen gegen Kunden, die sich gegen unbegründete Ansprüche vor Gericht berechtigt zu Wehr setzen, steht die MMV-Leasing auch insofern den früheren Methoden der Euroweb Internet GmbH in nichts nach. Was uns bei unseriösen Anbietern nicht überrascht hätte – von einer Gesellschaft im Konzern einer Landesbank hatten wir eigentlich ein ausgewogeneres Verhalten und eine angemessene Fähigkeit zur konstruktiven Problemlösung bei Konfliktfällen mit Kunden erwartet. Angeboten hatten wir das mehrfach.

zum ausführlichen Bericht….

auch zum Thema:
DAS „LEASINGMODELL“ DER FA. RANKNET,
MMV Leasing auf vertraglichen Abwegen 


Oberlandesgericht München: RankNet gibt zwei Berufungen auf 

Die RankNet München hat ihre Berufungen gegen vollständige Klageabweisungen des Landgerichts München I aufgegeben.
Zwei Senate hatten unabhängig voneinander jeweils die sofortige Zurückweisung der aussichtslosen Berufungen angekündigt. 

weitere Informationen: Probleme mit Referenzkundenverträgen


Europäischer Gerichtshof: Produktanbieter darf Vertragshändlern Verkäufe über Internet-Plattformen (Ebay/Amazon) wirksam vertraglich untersagen

Produkthersteller wollen den Ruf ihrer Marken und Unternehmenskennzeichen naturgemäß vor jeglicher Art von „Entwertung“ schützen. Marken-Sportschuhe im Wühltisch eines Discounters sind für luxuriöse Warenzeichen genauso ein „Horror“ wie Preisdumping mit Abverkäufen über Internet-Handelsplattformen. Aber auch schon die beliebige Verfügbarkeit wie jedes Billigprodukt schädigen bereits den exklusiven Charakter von Luxusprodukten.

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EUGH - großer Saal

Court of Justice of the European Union


Bundesgerichtshof lockert Vorgaben für reine B2B-Onlineshops:

Wer einen Onlineshop nur für Unternehmer betreiben will, kann dies durch Texthinweise hinreichend klarstellen.
Eine Verpflichtung, Verkäufe an Verbraucher technisch zu verhindern, besteht nach dieser neuen Vorgabe nicht.

BGH v. 11.05.2017 – I ZR 60/16 – Onlineshop nur für Unternehmer

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Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg am 14.03.2017:

  • In Widerrufsbelehrung muss nach dem Beschluss keine Telefon- oder Faxnummer angegeben werden, wenn diese dem Internetauftritt des Anbieters an anderer Stelle entnommen werden kann.
  •  Das Muster-Widerrufsformular müsse auch nicht zur Verfügung gestellt werden. Ein Hinweis auf das Muster im Gesetz soll genügen.

Die Entscheidung widerspricht vorausgehenden Entscheidungen anderer Gerichte (Az.: 5 W 107/16).


Kaum bekannte Mittel gegen illegale Konkurrenz – Strategien für Mittelständische Unternehmen 

Das Wettbewerbsrecht bietet für Unternehmen weitreichende Mittel, sich gegen unlauteren und oft ruinösen Wettbewerb zur Wehr zu setzen. Leider sind gerade vielen mittelständischen Händlern die mehrfachen Ansatzpunkte und Beweiserleichterungen, die sich vom allgemeinen Zivilrecht deutlich unterscheiden, meist nicht bekannt. Über eine Strategische Beratung für Mittelständische Unternehmen können effektive Abwehrstrategien gegen Plagiate, Rufausbeutung und irreführende vergleichende Werbung entwickelt werden.

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Rechtssicherheit beim Vertragsschluss ist kein relevanter Kostenfaktor

Wegen des zur Rechtssicherheit bestehenden (fast heiligen) Grundsatzes des Zivilrechts, dass Verträge einzuhalten sind, können unbeabsichtigte Verpflichtungen aus den unterzeichneten Dokumenten zu hohen, wenn nicht existenziellen finanziellen Schäden führen. Der Artikel zeigt Strategien für Mittelständische Unternehmen beim Vertragsschluss

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